Trauzeugin Steffi muss uns um kurz nach 10 Uhr wieder verlassen, schließlich will sie den Bus nicht verpassen, der unsere Gäste hinauf zur Burg fährt. Sie war schon früh gekommen, um Bine ins Kleid zu helfen und bei Burkhard für den richtigen Sitz der Fliege zu sorgen. Trauzeuge Jürgen ist auch schon lange wieder weg. Er war für heute mit der Abholung des Brautstrausses beim Floristen eingeteilt.
Für wenige Minuten sind wir ganz alleine, und auch ganz aufgeregt. Noch ist das Hochzeitsauto nicht da, und vom Fotografen ist auch noch weit und breit keine Spur zu sehen. Durchatmen!
Dann geht aber alles Schlag auf Schlag. Zuerst kommt Jan Niklas mit dem Jaguar um die Ecke gefahren. Der muss zunächst noch den Wagen dekorieren und in den richtigen Anzug springen. Lars kommt nur wenige Minuten später und hat direkt den Finger am Auslöser. "Tut den ganzen Tag einfach so, als sei ich nicht da und schaut keinesfalls in die Kamera!", so seine kurze Anweisung. Das fällt uns anfangs noch schwer, gelingt uns mit der Zeit aber immer besser.
Dann sind wir alle startklar und machen uns auf den Weg zur Burg. Wir sind etwas früher losgefahren. Vielleicht kann Lars ja noch ein paar Bilder von uns vor dem Cochemer Rathaus machen. Die macht er auch, und obwohl wir auf dem Marktplatz auch noch Peter und Marko treffen, die zu Fuß den Burghügel hochhechten wollen, sind wir immer noch viel zu früh.
Anfahrt zur Burg Der Jaguar hat was
Notgedrungen legen wir noch eine kleine Zwangspause am Cochemer Gymnasium ein, schließlich wollen wir ja nicht vor unseren Gästen ankommen. Den gratulierenden Passanten erwidern wir, dass wir erst noch Ja sagen müssen. Noch ist es nicht so weit. Noch kann sich Lars noch ein wenig an der Kamera austoben.
Dann endlich ist die Zeit von Jan Niklas gekommen. Er kann auf dem steilen Weg hinauf zur Burg beweisen, dass er das Anfahren am Berg mit dem alten Schätzchen drauf hat. Geplant war, dass das Tor zur Burg geöffnet ist, und wir direkt bis zum roten Teppich durchfahren können, wo unsere Gäste dann Spalier stehen. Aber es kommt anders!
Unsere Gäste stehen noch alle vor dem verschlossenen Tor. Während wir warten, bis jemand mit dem Schlüssel kommt, winken wir den jubelnden asiatischen Touristen zu. Dann öffnet sich das Tor und Jan Niklas hat jetzt vor versammelter Mannschaft die Möglichkeit zu zeigen, dass er es wirklich kann. Das gelingt, und somit parken wir zunächst vor dem leeren roten Teppich und warten auf den Rest. Das mit der Spalierbildung wurde vorab nicht geübt. Demzufolge dauert es ein wenig, bis wir aus dem Jaguar aussteigen können. Eigentlich schade. In dem tollen Oldtimer hätte die Fahrt ruhig ein wenig länger dauern dürfen. Aber na ja, wir haben ja jetzt hier noch einen wichtigen Termin.
